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Natürliche Hormontherapie

...wohlfühlen im eigenen Körper...

Was sind Hormone?

Hormone haben einen entscheidenden Einfluss auf unser Leben. Unsere körperliche und seelische Gesundheit kann aus dem Takt geraten, wenn unser individuelles Hormongleichgewicht nicht reguliert ist. Dies betrifft Männer und Frauen jeder Altersstufe, aber auch Kinder und Jugendliche. Hormone sind aber nicht gleich Hormone. Was v.a. Frauen oft als Hormone gegeben wird, sei es als "Pille" oder als Präparat zur Unterstützung in den Wechseljahren, hat nichts mit unseren körpereigenen Hormonen zu tun. Es sind künstliche Präparate mit hormonähnlicher Wirkung. Da sie nicht mit der molekularen Struktur unserer körpereigenen Hormone übereinstimmen, kann unser eigenes Hormonsystem durcheinander kommen, nicht ohne Folgen für unsere Gesundheit. Im folgenden möchte ich Ihnen einen kleinen Einblick in die Welt der Hormone geben und wie ich natürliche Hormone einsetze, um Sie in Ihrer aktuellen Lebenssituation zu unterstützen.

Hormone als Teil eines Netzwerks

Hormone sind lebenswichtige Botenstoffe, die für die Regulation einer Vielzahl von Prozessen in unserem Körper maßgeblich verantwortlich sind. Sie sind Teil eines fein regulierten und ausgeklügelten Systems und überbringen ihre Nachrichten meistens über den Blutweg zu Körperzellen und Organen. Das Hormonsystem ähnelt in diesem Aspekt unserem Nervensystem. Allerdings ist das Hormonsystem etwas träger, d.h. die Wirkung eines Hormons tritt langsamer ein, hat dafür aber eine länger andauernde Wirkung.

Produziert werden die meisten Hormone in Hormondrüsen, die an ganz verschiedenen Stellen in unserem Körper lokalisiert sind. Schilddrüse, Nebennieren und die Zirbeldrüse sind solche Drüsen. Bei der Frau produzieren zusätzlich die Eierstöcke und die Gebärmutter Hormone, beim Mann sind das die Hoden. Chef in diesem Orchester sind Strukturen im Gehirn, zu denen z.B. der Hypothalamus und die Hypophyse gehören. Von dort aus werden die Hormondrüsen angesteuert und überwacht. Umgekehrt bekommt unser Gehirn Rückmeldung aus dem Körper über ein Zuviel oder Zuwenig an bestimmten Hormonen und kann als Antwort darauf wieder regulierend eingreifen.

Körperliche oder seelische Belastungen oder Störungen können diese Regulation beeinflussen und so zu Beschwerden führen. Ziel einer natürlichen Hormontherapie ist es, hier behutsam auszugleichen, damit das System wieder, ähnlich einem Mobile, in sein Gleichgewicht kommt.

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Hypothalamus


Hypophyse

Thymus

Schild-drüse

Bauchspeichel-drüse

Nebennieren

Eierstöcke

Zirbeldrüse

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Bauchspeichel-drüse

Nebennieren

Hoden

Hypothalamus


Hypophyse

Thymus

Schild-drüse

Zirbeldrüse

Weibliche Hormondrüsen

Männliche Hormondrüsen

Aus was bestehen Hormone?

Hormone sind Moleküle, also ziemlich kleine Gebilde. Sie können allerdings sehr unterschiedlich aussehen, sowohl von ihrer Größe als auch von ihrer Gestalt. Manche sind aus Eiweißen aufgebaut (Peptidhormone) oder kleineren Teilen davon, den Aminosäuren. Andere leiten sich von einem Molekül ab, das viele von uns kennen, dem Cholesterin (Steroidhormone), wie z.B. viele unserer Geschlechtshormone.

Unterschiedliches Aussehen führt auch zu unterschiedlichen Eigenschaften. So können nicht alle Hormone frei im Blut herumschwimmen. Sie brauchen einen Transporter, um im Blut weiterzukommen, so ähnlich wie wir eine Raumkapsel im Weltall. In dieser Form sind sie aber nicht aktiv, sie müssen erst wieder von dem Transporter losgelöst werden, um ihre Aufgabe zu erfüllen.

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Cholesterin
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Progesteron  
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Cortisol     
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Was machen Hormone?

Die Aufgabe von Hormonen ist es, Zellen in unserem Körper zu aktivieren, so dass spezielle Aufgaben in unserem Körper erfüllt werden können.  Hormone können über den Blutweg praktisch alle Zellen im Körper erreichen, jedes Hormon aktiviert aber nur eine bestimmte Auswahl von ihnen.

Dafür docken sie an ihren passenden Hormonrezeptor auf oder in einer Zelle. Man könnte sagen, jedes Hormon hat seinen eigenen Spezialschlüssel, mit dem es seine Empfängerzelle in Aktion bringen kann. Der Job der Hormone ist es also, eine Nachricht zu überbringen, die Ausführung übernehmen dann andere Strukturen oder Moleküle in unserem Körper.

Was unterscheidet natürliche und synthetische Hormone?

Synthetisch veränderte Hormonpräparate, wie sie z.B. in der Pille vorkommen, stimmen in ihrer Struktur nicht mit unseren körpereigenen Hormonen überein. Sie passen deshalb nicht genau auf die Rezeptoren auf den Empfängerzellen. Sie haben zwar eine hormonähnliche Wirkung, aber eben nicht genau die gleiche.

Teilweise wirken sie sogar gegensätzlich, so dass es zu Nebenwirkungen kommen kann. Zudem sind sie als Molekül unserem Körper fremd und können daher auch nicht in andere Hormone umgewandelt werden. Sie sind schwer abbaubar und akkumulieren deshalb leichter. 

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Progestin
(synthetisches Hormon)

Progesteron
(natürliches Hormon

Bioidentisch (synonym werden auch „körperidentisch“ oder „naturidentisch“ verwendet) bedeutet, dass ein Hormon die gleiche – identische – chemische Struktur besitzt wie das Hormon, welches der menschliche Körper selbst bildet. Bioidentische Hormone fügen sich exakt in den Hormonkreislauf ein und können so bei sorgfältiger individueller Dosierung den gesamten Hormonkreislauf ausgleichen.

 Hormone haben einen entscheidenden Einfluss auf...

Körperliche Gesundheit

Dies betrifft unsere Organe, Nerven, Muskeln, Gelenke, Knochen. Wie gut funktioniert unsere Verdauung, unser Stoffwechsel und Immunsystem? Haben wir Schlafprobleme und fehlt uns Energie oder haben wir Beschwerden wie PMS oder Endometriose?

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Kinderwunsch & Co

Ein Gleichgewicht der Geschlechts-und Stresshormone ist wichtig, um schwanger zu werden und zu bleiben. Auch für den Mann spielt das Hormongleichgewicht bei der Fruchtbarkeit eine wichtige Rolle. Eine ausgeglichene Hormonversorgung sind auch in der Zeit nach der Geburt und in der Stillphase von großer Bedeutung. Aufgrund von Hormondefiziten oder -ungleichgewichten kann es zu Stillproblemen, extremem Haarausfall bis hin zur postnatalen Depression kommen.

Lebensmitte und danach

Hier sind nicht nur die Wechseljahre der Frau gemeint, denn auch bei Männern lässt ab der Lebensmitte die Hormonproduktion nach und kann zu Symptomen führen. So kann die Prostata auf Hormonungleichgewichte mit einer Vergrößerung reagieren. Nichtzuletzt unsere Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit und unser Erinnerungsvermögen sind  abhängig von einer ausreichenden und ausgeglichenen Hormonversorgung.

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Seelische Gesundheit

Wie belastbar sind wir? Sind wir emotional ausgeglichen, funktionieren unsere menschlichen Beziehungen?

Schönheit

Hormone haben Einfluss auf unser Gewicht, Haut und Haare und natürlich den Alterungsprozess.

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Wie kann man den Hormonstatus bestimmen?

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Legen Symptomen und Beschwerden nahe, dass es sich um eine Störung des Hormonhaushalts handelt, gibt es verschiedene Möglichkeiten einen Hormonstatus durchzuführen. Der Hormonstatus zeigt, welche Hormone für den Körper zu wenig oder auch zuviel zur Verfügung stehen, bzw. ob es ein Ungleichgewicht zwischen den verschiedenen Hormonen gibt, was oft mehr Bedeutung hat, als der Messwert eines einzelnen Hormons. Man kann Hormone im Blut oder im Speichel untersuchen. Im Speichel lassen sich folgende Hormone testen:

  • die wesentlichen Geschlechtshormone (Estradiol, Estriol, Testosteron, Progesteron)

  • das Hormon Cortisol, das verstärkt in Stressreaktionen ausgeschüttet wird

  • das Hormon DHEA (wichtig für unsere Immunabwehr und Belastungsfähigkeit)

  • sowie Melatonin (auch Schlafhormon genannt, weil es uns hilft, in einen Ruhemodus zu kommen)

Ich ziehe bei diesen Hormonen den Speicheltest dem Bluttest vor, auch wenn es hier verschiedene Auffassungen gibt. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Bestimmung der letztgenannten Hormone im Blut weniger Aussagekraft besitzt, da im Blut auch die inaktiven Hormone gemessen werden. Im Blutserum, das i.d.R. bei einer Bestimmung aus dem Blut herangezogen wird, sind das etwa 95-98 %, die 2-5 % freien Hormone gehen da praktisch unter. Im Speichel werden ausschließlich die freien Hormone gemessen, da die inaktiven, gebundenen Hormone schlicht zu groß sind, um in den Speichel zu gelangen. Dadurch ist die Speichelprobe bei diesen Hormonen wesentlich genauer, was auch für Verlaufsuntersuchungen wichtig ist.

Anders verhält es sich bei den Schilddrüsenwerten (TSH, T3, T4). Diese müssen im Blut gemessen werden. Die Testung über Speichelproben scheidet in diesem Fall aus, da die Moleküle der Schilddrüsenhormone zu groß sind, um sie im Speichel erfassen zu können. Und auch hier ist es wichtig, die freien, wirklich verfügbaren Hormone zu messen (fT3 und fT4), was bei den Schilddrüsenhormonen im Blut möglich ist.

Wie arbeite ich bei einer natürlichen Hormonregulierung?

Das Grundprinzip der Bioidentischen Hormontherapie besteht darin, Hormondefizite im Körper mit bioidentischen Hormongaben auszugleichen, die völlig den körpereigenen Hormonen entsprechen.

Natürliche oder auch bioidentische Hormone stammen aus pflanzlichen Naturstoffen, wie der Yamswurzel. Ihre Struktur entspricht exakt der von unseren körpereigenen Hormonen. Sehr gut eignen sich Cremes, die mit dem entsprechenden Hormon angereichert sind und über die Haut gut aufgenommen werden. Cremes haben den Vorteil, dass die Wirkstoffe sehr schnell an Ort und Stelle gelangen und der Verdauungstrakt umgangen wird, was natürliche Abbauprozesse reduziert.

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Mönchspfeffer

Ingwer

Ginseng

Walnüsse

Man kommt hier mit geringen Hormonmengen aus und kann sehr individuell dosieren. In höheren Dosierungen sind die meisten natürlichen Hormonpräparate rezeptpflichtig. Nicht rezeptpflichtig ist die Hormonvorstufe Pregnenolon bis zu 1 %, die im Körper v.a. in DHEA und/oder Progesteron umgewandelt wird, sowie Cortisol bis 0,5 % und D4-Hormoncremes. Die Bezeichnung D4 legt nahe, dass es sich hier um eine rein homöopathische Anwendung handelt. Dies ist nicht so. Vielmehr handelt es sich hier um eine substanzielle Wirkung.

Rezeptfrei ist natürlich auch die Anwendung von pflanzlichen Mitteln in Form von Ur-Tinkturen, Kapselpräparaten und über Nahrungsmittel. Denn auch in vielen Nahrungsmitteln finden sich hormonwirksame Substanzen. So enthalten z.B. Walnüsse oder Walnussöl reines Progesteron.

Eine natürliche Hormonregulierung beeinhaltet auch eine funktionelle Unterstützung von Hormondrüsen und Stoffwechselorganen. Hier kann man ebenfalls mit einer Vielzahl von pflanzlichen Mitteln arbeiten. Auch Akupunktur und Chinesische Kräuter können hier ihren Beitrag leisten. Es gibt also viele natürliche Möglichkeiten, um unser Hormonsystem sanft zu unterstützen und zu regulieren.